Mein Versorgungswagen (alt)

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten. Sie können aber schon für bedeutende Erleichterung bei der täglichen Versorgung der Vögel bringen. Man sollte es sich schon so komfortabel wie möglich machen. Ich habe mir einen Versorgungswagen nach meinen Vorstellungen bauen lassen. Dieser "Wagen" bietet mir diverse Möglichkeiten und er ist nur für die Zuchträume vorgesehen. Er hat drei Schubladen. Die Obere ist für verschiedene Utensilien wie Ringe, Schreibzeug usw. die beiden Unteren für verschiede Futtermittel, Mineralien und vieles mehr. Auf der Oberfläche kann ich schreibarbeiten erledigen und mein Notebook findet auch genügend Platz und er befindet sich immer direkt an der Stelle, wo ich ihn brauche. Für meine Außenvolieren gibt es einen zweiten Versorgungs-wagen, etwas schmaler und mit vier Schubladen.

Liebe Leserin, liebe Leser. So lange wie ich dem Hobby der Vogelzucht nachgehe, ist es mein Bestreben immer für jedes Detail in der Zucht eine bessere Lösung zu finden.

Mein Antrieb ist nicht nur die Optik, sondern vor allem in der täglichen Aufgabe der Versorgung meiner Lieblinge alles so praktisch zu lösen wie es irgend möglich ist.

Wenn ich dann DIE Lösung für eine bestimmte Aufgabe gefunden habe, wird diese auch auf alle Fälle umgesetzt. "Koste es was es wolle". Erst dann stellt sich wieder eine gewisse Zufriedenheit bei mir ein.

Aber immer nach dem Motto, was gut gelungen ist, kann mit Sicherheit, durch Praxiserfahrung evtl. weiter optimiert werden. Oft sind es nicht revolutionäre Dinge sondern eher Kleinigkeiten, die den Alltag in unserem Hobby erleichtern und vielleicht auch noch interessant und schön anzusehen sind.

 

Die Futterbehältnisse im Zuchtkäfig

"Der Einschub-Napf".

Ich habe hier eine Lösung entwickelt, wo der abgebildete Einschub-Napf in die "Falltür" geschoben wird. Der Clou bei meiner Konstruktion ist, dass
der Futternapf auch an der Stelle verbleibt, wenn das Gitter hochgeschoben wird, um zum Beispiel einen Gloster in die Hand zu nehmen, oder die Schublade entfernt wird und der Einschubnapf dabei nicht in den Käfig fällt.

 Was mich schon immer sehr gestört hat ist, wenn im Zuchtkäfig Futternäpfe auf dem Käfigboden stehen. Zum Beispiel für Eifutter, Mineralien und auch das Mischfutter in bestimmten Behältnissen. Diese werden dann immer stark verschmutzt. Heute gibt es hervorragende Vorsatzgitter, meine sind aus Edelstahl, die mit zwei wirklich praktischen Außennäpfen versehen sind.

Auch das Mischfutter muss nicht auf dem Käfigboden stehen. Beim Wechseln des Einstreumaterials müssen alle Näpfe, die auf dem Boden stehen herausgenommen werden.

Ich habe jetzt ein Lava-Granulat bei einem holländischen Züchter entdeckt, welches Top-Eigenschaften besitzt. Es ist total staubfrei und äußerst hygienisch. Es bleibt da liegen wo es eingestreut wird. Es ist ziemlich schwer und die Entsorgung könnte hier evtl. problematisch sein. Jeder Züchter hat hier so seine eigenen Vorstellungen.

Sehr wichtig ist natürlich auch die Reinigung der Einschubnäpfe. Einfach ins Wasser, fertig. Das ganze Ding ist aus Vollkunststoff und somit sehr praktisch und leicht zu reinigen. Der Nachteil, man kann es allerdings im Fachhandel so nicht kaufen.

Das Nest, die Legephase, die Aufbewahrung der Eier und die Fütterung in den ersten Tagen

 

Nach vielen Überlegungen bin ich jetzt davon überzeugt, dass das frei aufgehängte Nest die allerbeste Lösung ist. Hier werden die Jung-vögel vom ersten Tag besser gefüttert. Der Grund: wenn die Eltern das Nest anfliegen, vibriert das Nest und die Jungvögel "sperren" gerade auch dann wenn sie noch blind sind. Die Vibration des Nestes löst diesen Reflex aus. Bei starren Nestern wird dieser Reflex nicht ausgelöst. Die Henne bemüht sich und wenn die Jungen nicht richtig "sperren" setzt sich die Henne wieder auf die Jungen damit sie warm bleiben. Gefüttert wurde mäßig bis überhaupt nicht.

Die Aufbewahrung der täglich gelegten Eier wird bei den Züchtern sehr unterschiedlich gehandhabt. Das geht von der Zigarrenkiste bis zur Eierpappe von Hühnereiern. Da habe ich schon Kuriositäten gesehen mit und ohne Beschriftung. Auch gut durchnummerierte Kästen mit vielen kleinen Fächern. Sehr ordentliche sind natürlich auch dabei gewesen. Das Handling der gesamten Einrichtungen die ich gesehen habe ist aber nichts für meine "Arbeitsweise". Es ist mir zu umständlich und auch zu "gefährlich"und zu unsicher.

Ich habe nach einer Lösung gesucht, die  ziemlich sicher gegen das Vertauschen von Eiern ist und die auch sicher gegen das Beschädigen der Eier beim Wechsel ist.

Ich habe an jede Zuchtbox eine kleine Kunstoffschale mit etwas Einsteu oder Futter gehängt, absturtzsicher!

Das erlaubt mir eine gute Übersicht  und ich erkenne sofort, wenn das dritte Ei gelegt ist und das Gelege wieder zum bebrüten unter das Weibchen gelegt werden kann. Hier kann absolut kein Vertauschen der Eier erfolgen. Auch ein herunterreißen der Aufbewahrungsschale ist sehr unwarscheinlich denn es hat eine sichere Aufhängung.

Direkt am Zuchtkäfig ist die komplette Zucht- und Stammkarte angebracht, um immer die Elterndaten mit Notizen vor Augen zu haben und die Daten der Jungvögel aufzunehmen, wie Schlupf-datum, Beringungsdatum, Geschlecht, Farbe, Consort oder Corona und die Federstruktur. 

Diese erfassten Daten werden dann zu gegebener Zeit in das Zuchtprogramm eingepflegt, um immer auf "Knopfdruck" die gewünschten Informationen zu bekommen. Auch für die Ahnenkette und den Stammbaum stehen diese Daten dann auf Abruf bereit.